Gemeinde Aurach

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Willkommen in Aurach, im Naturpark „Frankenhöhe“ direkt an der A6.

Ein herzliches „Grüß Gott“ an alle unsere Gäste, an Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger.

Ich lade Sie zu einem virtuellen Spaziergang ebenso gerne ein, wie zu einem Besuch in unserer schönen Gemeinde mitten im „Romantischen Franken“.

Ihr
Simon Göttfert
Erster Bürgermeister

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Simon Göttfert
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Gewerbefl�chen

Gewerbegrundst�cke zwischen Steinauer Weg und Eyerloher Stra�e

Gewerbegrundst�cke Lageplan

Wirtschaftsdaten

Verkehrslage

F�rderungen

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Storchennest - live Webcam

2026 - aktuell aus dem Auracher Storchennest:


Unsere Störche sind auch diesen Winter hier in Aurach geblieben. Sie waren schon sehr aktiv beim Nestbau und renovieren des Nestes.

Am 20.03.2026 wurde das 1. Ei gesichtet.

2. Ei am 23.03.2026
3. Ei am 24.03.2026
4. Ei am 26.03.2026
5. Ei am 30.03.2026 ist nicht geschlüpft


Sichtung über das Schlüpfen der Küken.

1. Küken am 23.04.2026
2. Küken am 23.04.2026
3. Küken am 24.04.2026
4. Küken am 26.04.2026

2 Küken sind leider am 29.04.2026 gestorben
Das Küken drei ist seit dem 12.05.2026 nicht mehr im Nest






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Vergleich 2013 - 2025: Eiablage und Schlüpfen der Küken

Berichte aus den Vorjahren

Hier finden Sie die Storchenberichte der vergangenen Jahre
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Einwohner
  • Einwohnerbestand zum 31.12.2025:   3.198
  • Zuzüge 2025:          171
  • Wegzüge 2025:       165
  • Geburten 2025:      24
  • Sterbefälle 2025:    40


Gemeindegebiet, Flächen
  • Fläche gesamt 3.666 ha
         davon:
  • Wohnbauflächen 74 ha ( 2 %)
  • Gewerbeflächen 86 ha ( 2,3 %)
  • gemischte Bauflächen 64 ha ( 1,7 %)
  • Verkehrsflächen 232 ha ( 6,3 %)
  • landwirtschaftliche Flächen 2.138 ha ( 58,3 %)
  • forstwirtschaftliche Flächen 917 ha ( 25 %)
  • Gewässer 14 ha ( 0,4 %)
  • sonst. Flächen 141 ha ( 3,8 %)


Infrastruktur
  • 2 Kindertagesstätten mit 150 Betreuungsplätzen, 69 in 3 Regelgruppen, 49 in 3 altersgemischten Gruppen und 32 in 3 Krippengruppen
  • 1 Grundschule (Schulverband Aurach-Elbersroth-Weinberg) mit Mittags- und Hausaufgabenbetreuung
  • 10 Spielplätze
  • 2 Bolzplätze, 1 Wasserspielplatz, 1 Skaterplatz
  • ca. 35 km Gemeindestraßen
  • ca. 30 km Wasserleitungsnetz
  • ca. 51 km Kanalnetz, davon ca. 21,5 km Dreckleitung
  • 2 Kläranlagen, 10 Pumpwerke, 8 Regenrückhaltebecken und 7 Regenüberlaufbecken bzw. Abschlagsbauwerke


Haushalt

  • Volumen Verwaltungshaushalt 2026:           8.967.750,00 €
  • Volumen Vermögenshaushalt 2026:           13.376.000,00 €
  • Schuldenstand zum 01.01.2026:                    1.351.014,23 €
  • Pro-Kopf-Verschuldung zum 01.01.2026:                434,83 €
  •  

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Flächennutzungsplan

Fläche: Schmetterlingsform
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Gemeinde Aurach

Aurach

Die heutige Gemeinde Aurach wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform 1978 durch den Zusammenschluss der früheren Gemeinden Aurach und Weinberg gebildet.
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Weinberg

Windshofen, Gindelbach und Westheim

Die Grundherrschaft in Windshofen teilen sich das Hochstift Eichstätt, die Kirchenstiftung und die Pfarrei Aurach, die Frühmesse Aurach und das Stiftsamt Feuchtwangen.
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Vehlberg und Dietenbronn

Aus dem Lehensbuch der Grafen von Oettingen 1330 bis 1470 hat Weybrecht von Wollmershausen den Zehnten zu Vehlberg.
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Eyerlohe und Hilsbach

1327 wird der Ortsname Eyerlohe erwähnt. 1329 Stiftung einer Wiese bei Eyerlohe an die Wallfahrtskapelle auf dem Büchelberg.
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Burg Wahrberg

Von Mühle zu Mühle

Die Räder von 8 Mühlen klapperten einst im Bereich der heutigen Gemeinde Aurach.
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Wüstungen

Auracher Tracht

Der katholische Mann trägt einen Gehrock mit bis zu den Knöcheln reichenden „Fahnenflügeln“ aus Barchent in blauer oder schwarzer Farbe …
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Die Windshofer Wallfahrt

Auf dem Höhenzug zwischen Windshofen und dem Charhof stand bis 1808 die Wallfahrtskapelle zur „Schmerzhaften Muttergottes überm Wiesethgrund“
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Fürstbischof Johann Anton von Zehmen

Er führte im ganzen Hochstift Normalschulen (Volksschulen) ein, um den Bildungsstand, vor allen Dingen der ärmeren Bevölkerungsschichten zu heben
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Die heutige Gemeinde Aurach wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform 1978 durch den Zusammenschluss der früheren Gemeinden Aurach und Weinberg gebildet. Schon 1972 wurden die Teilorte Dietenbronn, Haselmühle und Eyerlohe, die zur früheren politischen Gemeinde Büchelberg gehörten, in die Gemeinde Aurach eingegliedert.

Der Name Aurach (Uraha) 979 geht auf das Ur = Auerochse zurück. Die in reizvoller Landschaft zwischen Altmühl und Frankenhöhe gelegene Gemeinde blickt auf eine ereignisreiche Vergangenheit. Der Ort soll bereits in der Zeit des Hl. Deocars (Abt des Klosters Herrieden 801-819) im 9. Jahrhundert gegründet worden sein.

845 bestätigt Kaiser Ludwig der Deutsche Grundbesitz des Klosters Herrieden in Ginwag (Gindelbach) im Sualafeldgau. In verschiedenen Chroniken wird der Ort als Groß- Aurach bezeichnet. Im Gegensatz zu Klein-Aurach, Aurolein = Eyerlohe. Die Herren von Aurach lassen sich von 1200-1398 nachweisen. Am 5.7.1200 erteilt König Philipp von Hohenstaufen in Würzburg Heinrich von Aurach die persönliche königliche Freiheit und stellt ihn und alle seine geschwisterlichen Mitbürger unter den königlich herrschaftlichen Schutz.

Damit sind sie von allen Leistungen befreit und haben stellvertretend jährlich 16 � Malter Weizen nach Nürnberg abzuführen. Heinrich von Aurach wird uns noch weiter 1222 und 1226 als Chorherr der St. Gumbertusstiftung in Ansbach genannt. 1265 stiftet Berthold von Aurach seinen Hof zu Charbach (Charhof) an das Zisterzienserkloster Heilsbronn zu seinem Seelenheil. 1275 erhält Berthold von Aurach von Ulrich von Wahrberg den Auracher Zehnt als Nachlehen.

Die Nachfolger der Herren von Aurach, die Herren von Mörnsheim übernahmen im 14. Jahrhundert die Auracher Wasserburg (Turmhügelburg). Im Laufe des Städtekrieges übergaben am 04.10.1375 Heinrich und Conrad von Mörnsheim ihr Vestes Haus zu Aurach unter Wahrberg gelegen, für 6 Jahre als Quartier an die Grafen Kraft und Gottfried von Hohenlohe ohne wider ihren Lehenherrn den Eichstätter Fürstbischof. 1510 erwarb Bischof Gabriel von Eyb zu Eichstätt den „Edelsitz“ samt dem Dorfe Aurach von den Söhnen des Wilhelm von Mörnsheim um 1540 Gulden für das Hochstift Eichstätt. Wegen Baufälligkeit wurde die Wasserburg 1511 abgerissen und als Schlößchen neu aufgebaut. Darüber befindet sich am Haus eine Wappentafel.

Von da ab dürfte das Anwesen wohl zum Wohnsitz der neu errichteten Vogtei bestimmt worden sein. Zur Vogtei Aurach gehörten die Orte Aurach, Haselmühle, Weinberg, Wahrberg, Hilsbach, Dietenbronn, Eyerlohe, Westheim, Gutenmühle, Schutzmühle, Elbleinsmühle, Windshofen, Gindelbach, Vehlberg, Gimpertshausen, Leuckersdorf, Elbersroth, Bittelhof, Birkach, Charhof, Charmühle, Steinbach und Sickersdorf. Aurach und seine Bevölkerung hatten im Verlauf der Geschichte mehrere Schicksalsschläge hinzunehmen.

Während eines Konflikts zwischen dem Markgrafen Achilles von Brandenburg-Ansbach und der schwäbischen und fränkischen Reichsstädte unter der Führung Nürnbergs, kam es 1449 zu Auseinandersetzungen, in deren Verlauf Aurach den einfallenden Söldnern des Städtebundes zum Opfer fiel.


In der Schlacht zwischen Vehlberg, Bortenberg und Baimhofen schlug Markgraf Albrecht Achilles mit seinen Truppen am 14. April 1450 die Truppen der Reichsstädte vernichtend. Am 16. Juli 1450 kam es zu einem Vergleich in Bamberg, wobei die Reichsstädte Rathaus Aurach insgesamt 80.000 Gulden bezahlten.

Auch Aurach erhielt für die entstandenen Brandschäden und den Viehverlust Zuschüsse zum Wiederaufbau. 1487 wütete der Schwarze Tod, die Pest, „Schwarze Bloddern“ genannt. Ganze Familien starben aus. Die Hinterbliebenen flehten zum Hl. Sebastian und zum Hl. Rochus und gelobten jährlich das Namensfest des Hl. Sebastian auf ewige Zeiten feierlich zu begehen, wenn auf Fürsprache dieser Heiligen bei Gott der fürchterlichen Krankheit Einhalt geboten werde. Die damals gegründete Sebastiansbruderschaft mit dem Bruderschaftsmagistrat besteht bis zum heutigen Tag fort.

Bei den Bauernkriegen rumorte es auch in Aurach. Viele zogen mit den Aufrührern und nahmen an den Plünderungen des Klosters Sulz und der Wallfahrtskapelle auf dem Büchelberg bei Leutershausen teil. Im 30jährigen Krieg wurde Aurach schwer in Mitleidenschaft gezogen. Brandschatzungen, Raubüberfälle der herumziehenden Söldnerheere, Pest und Hungersnöte forderten einen hohen Blutzoll. Bei einem großen Gemetzel im Jahr 1632 waren viele Todesopfer zu beklagen. Trotzdem ging das Leben in der Gemeinde weiter.

Dank der Lage an einer wichtigen Handelsstraße (der Salz- und Poststraße von Nürnberg nach Schwäbisch Hall) konnte sich die Gemeinde jedoch relativ bald wieder von den Strapazen des Krieges erholen. So gab es 1651 hier bereits wieder einen Bäcker, einen Wirt und einen Schmied. Wie der Chronist feststellt, lagen abseits gelegene Orte noch bis ins späte 17. Jahrhundert öd darnieder und erholten sich erst langsam von dem Grauen und Elend des 30jährigen Krieges.


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Alte Zeichnung von Aurach
Aurach um 1920
Bruderschaftsstäbe
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Am 28.2.1355 verkauft Erkinger von Wahrberg seinen Besitz zu Weinberg nebst den dortigen Zehnten bestehend aus 24 Anwesen, dem Badhaus, der Mühle und der Taverne (Gasthaus) sowie seinen Anteil an dem Gericht zu Weinberg an den Fürstbischof Berthold von Hohenzollern zu Eichstätt.

Verschiedene Bodenfunde u.a. ein Beil aus der Latenezeit lassen jedoch darauf schließen, dass die Gemeinde um Weinberg schon früher besiedelt war. Weinberg gehörte zur Herrschaft der Burg Wahrberg. In der 1. Dorfordnung aus dem Jahr 1430 wurden sowohl der Bischof von Eichstätt als auch die Herren von Wollmershausen als Gerichtsherren erwähnt. Letztere sind Besitznachfolger der Herren von Schwaberg, deren Burg, etwa 2 km westlich von Weinberg, vermutlich im 12. Jahrhundert abgegangen ist. Die Gerichtsrechte derer von Wollmershausen gingen um 1500 ganz an den Bischof über.

Bis ins 16. Jahrhundert hatte Weinberg ein Hoch(Hals)gericht (Galgen), einen Malefizpranger und ein Narrenhaus. 1601 hatte Weinberg 52 Gebäude. Auch hatte Weinberg im 30jährigen Krieg schwer zu leiden. 1632 berichtet der damalige Pfarrer die vollständige Ausplünderung des Pfarrhofs und der Kirche durch die Schweden.

Seine Bibliothek sei geraubt worden, 82 „Zimmer“ (Gebäude – fast das ganze Dorf) weggebrannt, in der Gemeinde wütete die Pest. Einem Brand im Jahre 1748 fallen 39 Gebäude zum Opfer. Im gleichen Jahr wird auch die Skapulierbruderschaft Sieben Schmerzen Mariä gegründet, die zur Erzbruderschaft des Benediktinerklosters Oberelchingen bei Ulm gehört. Den Grundbesitz in Weinberg teilen sich das Hochstift Eichstätt, das Kloster Sulz, das Chorherrenstift Feuchtwangen und als deren Nachfolger die Markgrafen von Ansbach.

Nach einem Vergleich aus dem Jahre 1537 und 1538 unterlag inneretters die hohe Gerichtbarkeit dem Bischof von Eichstätt und außeretters dem Markgrafen von Brandenburg-Ansbach. Eine sogenannte Freyung, in der Straftäter bis zum Ausgang ihres Strafprozesses Asyl genossen, bildete der Bereich der Weinberger Pfarrkirche. Der Zehnt zu Weinberg geht 1551 durch Tausch vom Eichstätter Bischof an die Markgrafen von Ansbach über. In drei Bistümer zu hören sind die Glocken der Pfarrkirche in Weinberg.

Nördlich von Weinberg stoßen die Bistümer Augsburg, Eichstätt und Bamberg (anstelle Letzterem bis 1817 Würzburg) aneinander. Dieser Grenzpunkt geht bis in die Karolingische Zeit zurück, als hier der Sualafeldgau, der Rangau und der Maulachgau aneinander grenzten. In den Weinberger Dorfordnungen von 1433 und 1500 wird der Grenzpunkt ebenfalls erwähnt.1975 wurde das Kirchenschiff bis auf den spätmittelalterlichen Turm abgerissen und ein moderner Betonbau errichtet. Mit dem Kirchenneubau wechselte auch das Patrozinium von St. Ägidius auf Sieben-Schmerzen-Mariä.

Die große Glocke der Weinberger Kirche wurde 1579 in Nürnberg gegossen und trägt die Inschrift „GOTTES WORT BLEIBT EWIG – GLAUB DEM MIT TAT BIST SELIG“.In Weinberg entspringt die Wieseth.


DIE ENTWICKLUNG AB 1791
Durch den Vertrag vom 16. Januar 1791 trat der Markgraf von Ansbach sein Fürstentum an das Königreich Preußen ab. Nach Bekanntgabe der Besitzergreifung (Revindikation) am 26.6.1796 durch König Friedrich Wilhelm II. von Preußen wurden Aurach und Weinberg ebenfalls preußisch. Damit hat die über 700 Jahre dauernde Landesherrschaft der Eichstätter Fürstbischöfe ein Ende erreicht. Am 15.3.1806 kamen die Orte Aurach und Weinberg an das neue Königreich Bayern.

In den Wirren des napoleonischen Krieges hatten die Gemeinden mehrmals unter der Einquartierung fremder Truppenteile zu leiden und mussten schwere Kontributionen tragen.

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Altes Gemälde über Weinberg
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Kirche Weinberg
Wisethbrunnen
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Windshofen

1388 genannt im Lehensbuch des Chorherrenstifts Herrieden. Die Grundherrschaft in Windshofen teilen sich das Hochstift Eichstätt, die Kirchenstiftung und die Pfarrei Aurach, die Frühmesse Aurach und das Stiftsamt Feuchtwangen. 1418 verkauft Peter von Mörnsheim zu Aurach u.a. eine Wiese bei Windshofen. 1430 erwirbt das Chorherrenstift Feuchtwangen dort zwei Höfe und die Mühle.


Gindelbach

845 bestätigt Kaiser Ludwig der Deutsche den Besitz des Klosters Herrieden in Ginwag (Gindelbach) im Sualafeldgau. Die Grundherrschaft über die Gindelbacher Anwesen lag in den Händen des Markgräflichen Stiftsamts Feuchtwangen, der Frühmesse Aurach und des Hochstifts Eichstätt.



Westheim

In den Jahren 1456 bis 1514 wird der Schafhof der Herren von Mörnsheim zu Aurach in Westheim in Folge eines Weidestreits mehrmals genannt. Aus den zu diesem Anlaß angelegten Akten ist ersichtlich, dass der Westheimer Schafhof über umfangreiche Weiderechte in einem Umkreis von über 20 km verfügte. Die Herren von Mörnsheim veräußerten 1511 ihren Anteil an Westheim (2 Höfe und 3 Güter) an den Eichstätter Bischof Gabriel von Eyb. Im 17. Jh. lag die Grundherrschaft in den Händen des Markgräflichen Stiftsamts Feuchtwangen und des Hochstifts Eichstätt (Kastenamt Herrieden). Ein Anwesen war im Eigentum der Herren von Wollmershausen zu Amlishagen.

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Windshofen, Gindelbach und Westheim
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Gindelbach
Alte Schule Westheim
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Vehlberg


Aus dem Lehensbuch der Grafen von Oettingen 1330 bis 1470 hat Weybrecht von Wollmershausen den Zehnten zu Vehlberg. 1399 wird ein Gütlein auf der Ebene bei Vehlberg im Besitz des Klosters Sulz genannt. Dieses erwirbt 1424 von dem Dinkelsbühler Patrizier Sebald Berlin einen Hof in Vehlberg. Die Grundherrschaft in Vehlberg Ende des 18. Jh. teilen sich das Klosteramt Sulz, das Hochstift Eichstätt, die Pfarrei und die Kirchenstiftung Elbersroth, das Chorherrenstift Herrieden sowie die Kirchenstiftung St. Johannes in Ansbach. Nördlich von Vehlberg tobte im Jahr 1450 die Schlacht zwischen Markgraf Albrecht Achilles und dem Fränkisch – Schwäbischen Städtebund (siehe auch Chronik von Aurach). An den 90. Geburtstag des bay. Prinzregenten Luitpold erinnert der 1911 errichtete Luitpoldbrunnen im Waldteil Rothenburg.




Dietenbronn




1058 übergibt Heyso Erzdiakon und Vorsteher des Stiftes zu Herrieden neben anderen Gütern seine beiden Weinberge und Äcker zu Dietenbronn an das Chorherrenstift Herrieden. Der Ort hat seinen Namen von seiner stark fließenden Quelle, dem Dieten (Volksbrunnen). 1388 wird der Ort als Lehen des Chorherrenstifts Herrieden genannt. 1352 erwirbt das Kloster Sulz einen Hof in Dietenbronn von dem Herrieder Bürger Lettichen. 1454 erwirbt die Kirchenstiftung St. Johannis in Ansbach ein Gut in Dietenbronn. Im 18 Jh. stellen sich die grundherrlichen Verhältnisse in Dietenbronn wie folgt dar: Anteil daran hatten das Landpflegeamt Ansbach, die Pfarrei und Kirchenstiftung Aurach, das Klosteramt Sulz und das Hochstift Eichstätt.

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Vehlberg um 1958
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Gemeindebrunnen - frühere Viehtränke
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Eyerlohe


1327 wird der Ortsname Eyerlohe erwähnt. 1329 Stiftung einer Wiese bei Eyerlohe an die Wallfahrtskapelle auf dem Büchelberg. Am 6.2.1368 verkauft Aberdar von Seckendorf neben anderen Gütern seinen Anteil an dem Dorf Eyerlohe an seinen Vetter Johannes von Seckendorf gesessen zu Jochberg. Das Lehensbuch des Chorherrenstifts Herrieden von 1388 weist dessen Besitz in Eyerlohe aus. Der Grundbesitz der Herren von Seckendorf geht später an die Herren von Eyb über, in deren Händen im 17. u. 18. Jh. der größte Teil der Grundherrschaft in Eyerlohe lag (siehe auch Jagdschlößchen der Herren von Eyb in Eyerlohe). Weiteren Anteil an der Grundherrschaft hatten das Hochstift Eichstätt, ein Geleitsreiter zu Fürth, das markgräfliche Rentamt Colmberg und das Landpflegeamt Ansbach.





Hilsbach


wird im Lehensbuch des Chorherrenstift Herrieden 1388 genannt. 1620 veräußerte Eramus von Eyb zu Eybburg einen Hof zu Hilsbach an den Eichstätter Bischof Johann Christoph von Westerstetten. 1631 erwirbt dieser neben weiteren Gütern in Aurach und Stegbruck ein Gut in Hilsbach von Friedrich Ernst von Crailsheim zu Thann. Der Name Hilsbach deutet auf die vielen Misteln hin, die auf den Bäumen dort wachsen. Zum Ende des 18. Jh. ist die Grundherrschaft in Hilsbach ausschließlich in den Händen des Hochstifts Eichstätt.

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Hilsbacher Chronik

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Zur Gemeinde Aurach gehört auch die Burg Wahrberg. Aus verschiedenen Funden lassen sich Rückschlüsse ziehen, daß die dortige Anlage bis in die keltische Zeit zurückgeht und an dieser Stelle ein Wachturm = Warte (s. auch Name Wahrberg) gestanden haben muß.

Verschiedene Gründe führten im 9. Jh. zum Bau der Burg. Erstens trafen hier drei karolingische Gaue zusammen: Im Norden der Rangau, im Süden und Westen der Maulachgau und im Osten der Sualafeldgau. Auch grenzten hier die Bistümer Würzburg (seit 1817 Bamberg), Eichstätt und Augsburg aneinander. Auch die günstige Lage an wichtigen Straßenverbindungen war ein Grund eine Burg zu bauen. Von Süden kam die Heerstraße und führte zum Main. Die aus dem Bereich Kocher, Schwäbisch Hall kommende Salzstraße diente vornehmlich dem Salzhandel im mittelfränkischen Raum.

Kaiser Otto (983 – 1002) legte die Grenze des königlichen Bannforstes Burgbernheim – Leutershausen am 1.5. des Jahres 1000 fest, die nahe des Wahrberg verlief. Ende des 12. Anfang des 13. Jahrhunderts saßen auf der Burg die Herren von Wahrberg. Aus zahlreichen Urkunden, in denen die Herren von Wahrberg als Zeugen aufgeführt sind, ist zu ersehen, daß sie als Edelfreie in enger Beziehung zu den Hohenstaufen standen.

Die Herren von Wahrberg hatten Grundbesitz im Sulzach- sowie im Taubertal, sowie in der Gegend um den Hesselberg und sind die Stifter des Prämonstratenserinnenklosters Sulz und der Pfarrei Ammelbruch. Darüber hinaus gehörte ihnen der Ort Dürrwangen.

In Folge finanzieller Verluste durch die Kreuzzüge und in Folge des Niedergangs der Hohenstaufen verarmten die Herren von Wahrberg. Ulrich von Wahrberg übergab 1262 seinen Besitz an den Bischof von Eichstätt und wurde zu dessen Ministerialen. Nach Aussterben des Geschlechts der Wahrberger übergab der Bischof von Eichstätt die Vogtei über Wahrberg an die Grafen von Oettingen.

Der Eichstätter Bischof Philipp von Rathsamhausen (1306 – 1322) hatte Ludwig und Konrad von Oettingen dadurch gekränkt, daß er das Erbe des letzten Grafen von Hirschberg an sich nahm – ohne Rücksicht auf die Verwandten, die Grafen von Oettingen

Graf Ludwig der Ältere von Oettingen, der Vater der Witwe des letzten Grafen von Hirschberg, lehnte sich wohl dagegen auf, ließ sich aber mit dem Lehen Dollnstein abspeisen. Sein Bruder Konrad „Schrimpf“ genannt, war mit dieser Entscheidung nicht zufrieden, zumal er Bischof Philipp von Eichstätt auch noch persönlich hasste. Er verband sich mit Graf Eberhard von Württemberg und besetzte Wahrberg, Herrieden, Ornbau und Wassertrüdingen. Er verwüstete sie so lange, bis Kaiser Heinrich VII. 1310 über ihn die Reichsacht verhängte und Wahrberg wieder dem Bischof von Eichstätt zufiel.

Es folgte nun ein jahrelanger Streit um den Besitz. Als Schrimpf im Kloster Kaisheim 1313 als Mönch gestorben war, trat seine Witwe Adelheid mit neuen Ansprüchen hervor. Graf Kraft von Hohenlohe nahm sich seiner Schwester Adelheid an, besetzte im Frühjahr 1315 Wahrberg, Herrieden, Ornbau und Burgoberbach und begann den Kampf aufs Neue. Nach der deutschen Königs-Doppelwahl 19./20. Oktober 1314 fanden sich Bischof und Hohenloher in den feindlichen Lagern. Ludwig der Bayer, dessen Parteigänger Philipp bei der Doppelwahl gewesen war, startete im März 1316 einen Rachefeldzug. Im April 1316 wurden Herrieden und Wahrberg erobert und dem Eichstätter Bischof zurückgegeben.

Die Bischöfe von Eichstätt setzten ihnen genehme Obervögte ein und machten die Burg zum Oberamt und Verwaltungsmittelpunkt ihrer Besitzungen an der oberen Altmühl. Diesem Oberamt unterstanden die Stadtvogtei Herrieden, die Vogteien Aurach und Lehrberg, die Ämter Dombühl, Neunstetten, Großenried, Weinberg, Binswangen, Egenhausen sowie das Probsteiamt Heuberg. Das Personal bestand aus einem adeligen Obervogt und Oberamtmann auf Wahrberg wohnend, einem Kastner, einem Stadtvogt und einem Gerichtsschreiber zu Herrieden, einem Amtsvogt zu Aurach und einem Vogt zu Lehrberg, denen darüber hinaus acht Amtsknechte zugeteilt waren.

Das gesamte Oberamt war mit 100 Steinen abgemarkt. Der Obervogt und Oberamtmann auf Wahrberg war als Vertreter des Bischofs oberster Gerichtsherr = Blutrichter. Dieses Verhältnis dauerte bis Ende des alten Reiches. Seit dieser Zeit ist die Burg in Privatbesitz.


“ data-src=“/eigene_dateien/gemeindeinfo-tourismus/geschichte/burg-wahrberg-rechts.gif“ border=“0″> Bild 1: Burg Wahrberg 1630
Bild 2: Burg Wahrberg 1928
Bild 3: Burg Wahrberg 1928
Bild 4: Burg Wahrberg 1932
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Ortsplan

…weiter zu unserem neuen Ortsplan.
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Wüstungen – abgegangene Orte

Auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Aurach lagen folgende abgegangene Siedlungen und Wohnstätten:

Wüstungen
  • Kerbheim: 1322/1355 urkundlich genannt
  • Der Hof zu Rode (der Oberhof auf dem Rotfeld bei Wahrberg) 1322 genannt
  • Pechhofen: 1418, 1433, 1500 u. 1508 genannt lag unterhalb vom Wahrberg zwischen Gindelbach und Gimpertshausen, dort wurde aus Harz Pech gewonnen, im 16.Jh. abgegangen.
  • Der Hof in der Schwaigau 1359 genannt.
  • Die Einsiedelei im Brunnenbuck 1748 genannt, 1765 aufgegeben.
  • Die Hirschhütte, die Wohnung des Feldhüters beim Rotfeld bei Wahrberg 1806 genannt.



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Die Räder von 8 Mühlen klapperten einst im Bereich der heutigen Gemeinde Aurach. Alle bis auf die Schutzmühle, die auch heute noch als Mahl- und Sägmühle betrieben wird, haben sie ihren Betrieb eingestellt und erinnern nur noch ihrem Namen nach an die einstige Mühlentradition. Im einzelnen handelt es sich um folgende Mühlen.

Weinberger Ölmühle
Von einem Pferd mittels eines Göppels angetrieben wurde die im 18. und 19. Jh. erwähnte Weinberger Ölmühle.

Westheimer Mühle (Spatzenmühle)
Sie gehörte zur Grundherrschaft der Herren von Mörnsheim zu Aurach. 1456 und 1502 urkundlich genannt, im 16. Jh. aufgegeben.

Windshöfer Mühle

1430 urkundlich genannt. 1504 gehörte die Mühle zur Grundherrschaft der Kirchenpflege Aurach (Gotshausmühle), im 18. Jh. zum Stiftsamt Feuchtwangen. Von 1506 bis 1737 lebten und arbeiteten auf der Mühle in sechs Generationen die Vorfahren von Ministerpräsident Franz Josef Strauß. Die Windshöfer Mühle war eine Mahl- und Sägmühle, die von zwei Mühlrädern mit einem Durchmesser von 4,20 m angetrieben wurde. Im
18. Jh. wurde zusätzlich noch ein Ölschlag für eine Ölmühle eingerichtet.

Auracher Mühle

Sie gehörte zur Grundherrschaft des Hochstifts Eichstätt. Die Namen der Auracher Müller sind von 1580 bis 1920 nachgewiesen. Das oberschlächtige Wasserrad trieb einen Mahl- und einen Gerbgang an.

Haselmühle

1644/1651 urkundlich genannt, liegt einen Büchsenschuss von Dietenbronn entfernt. War ein Lehen des Hochstifts Eichstätt. Die mit einem oberschlächtigen Wasserrad ausgestattete Mühle hatte einen Mahl- und Gerbgang.
Die Mühle ist 2008 abgebrannt.

Elbleinsmühle

Urkundlich 1680 genannt, die Mühle ist aber gewiss älter, worauf auch eine Madonna in der Hauskapelle bei der Mühle hinweist, die aus der Zeit des 30jährigen Krieges herstammt.
Die Mühle gehörte zur Grundherrschaft der Kirchenstiftung Aurach. Sie war eine Mahlmühle mit einem Mahl- und einem Gerbgang. In einem Übergabevertrag aus dem Jahr 1777 sind sämtliche Gerätschaften aufgeführt, die zum Mühlenbetrieb benötigtwurden. Die Namen der Elbersmüller sind seit 1680 bekannt. Das bei der Elbleinsmühle stehende Sühnekreuz erinnert an die Sage der Windshöfer Waschweiber.

Schutzmühle

Seit 1570 sind die auf der Schutzmühle tätigen Müller nachgewiesen. Von 1570 bis 1707 waren es in vier Generationen zum Teil Vorfahren von Ministerpräsident Franz Josef Strauß. Die Mühle gehörte zur Grundherrschaft des Hochstifts
Eichstätt und hatte einen Mahl- und einen Gerbgang. 1930 wurde die Mühle auf Turbinenbetrieb umgestellt und ein Holzsägewerk eingerichtet.

Gutenmühle

Am 24.2.1355 veräußerte Erkinger von Wahrberg die „Mul“ unter Weinberg gelegen an den Eichstätter Fürstbischof Berthold von Hohenzollern. Zu einem späteren Zeitpunkt geht die Mühle in das Eigentum des markgräflichen Stiftsamts Feuchtwangen über, das im 17. u. 18. Jh. als Grundherr genannt wird. Die auf der Mühle tätigen Müller sind seit 1520 bis zur Aufgabe des Mühlenbetriebes 1968 nachgewiesen. Die Mühle lag ursprünglich etwa 100 m weiter nördlich im Bereich der heutigen Weinberger Kläranlage. Die Gutenmühle war mit einem Mahl- und Gerbgang ausgestattet, die von einem Wasserrad mit einem Durchmesser von 5 m angetrieben wurde.

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Festtagstracht
Auracher Frauentracht 1834

Das Bild stellt eine Katholikin in festlicher Seidentracht aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dar. Die Ärmel des Oberteils sind in Keulenform geschnitten und mit einem Schafwollflies unterlegt. Der Ärmelübergang zur sehr schmalen Schulter ist mit einem Fältchenstreifen gearbeitet. Die Taille ist der Zeit entsprechend hoch angesetzt. Ein besonders regionaltypisches Element bilden die gelegten Querfalten am Vorderteil.
Die Kanten des unverzichtbaren Halstuchs verschwinden im Ausschnitt des Oberteils. Um den Hals liegt eine sogenannte Kropfkette, ein Schmuckstück, das von München ausgehend auch in die katholische Tracht Mittelfrankens Eingang gefunden hat.


Alte Auracher Tracht um 1834
Auracher Männertracht 1834
Der katholische Mann trägt einen Gehrock mit bis zu den Knöcheln reichenden „Fahnenflügeln“ aus Barchent in blauer oder schwarzer Farbe und mit scharlachrotem Futter. Er hat einen Stehkragen und eine einreihige Knopfreihe. Die großen ornamental oder floral gemusterten Metallknöpfe sind so eng aneinander genäht, dass sie zum Teil übereinander liegen.
Zur schwarzen Lederhose kombiniert der Katholik eine scharlachrote Tuchweste mit auch wieder eng aufeinander sitzenden silberfarbenen Halbkugel- knöpfen. Seine hohen Lederstiefel zeugen von einem gewissen Wohlstand. Auf seinen Kopf setzt er einen schwarzen Schaufelhut, deren breitere Seite nach vorne zeigt.


Alltagstracht
Auracher Tracht heute
Anstelle des Schaufelhut�s tragen die Männer heute einen Fuhrmannshut mit Zottel. Die Frauen eine Bänderhaube.

Die Werktags- bzw. Arbeitstracht besteht in einem blau-weißgestreiften Stehkragenhemd der Männer und einer ebenso gestreiften Bluse der Frauen, einer dunklen Hose bzw. dunklen Rock, weißer Schürze, rundes Käppi mit Zottel und Quaste bei den Männern und einem weißen Kopftuch bei den Frauen.

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Festtagstracht
Alte Auracher Tracht um 1834
Alltagstracht
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Die Wallfahrt zur Mater dolorosa überm Wiesethgrund

Auf dem Höhenzug zwischen Windshofen und dem Charhof stand bis 1808 die Wallfahrtskapelle zur „Schmerzhaften Muttergottes überm Wiesethgrund“. Auf einem Plan, der kurz vor ihrem Abbruch aufgenommen wurde, können wir noch gut ihre Größe und ihr Aussehen erkennen. Es handelte sich um eine sogenannte Chorturmkirche. Erhalten geblieben ist nur das Gnadenbild, eine spätgotische Pieta aus dem Jahr 1430 und der Flurname Kappelberg.

Bei ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1452 ist die Kapelle dem Hl. Leonhard geweiht. Die Bauspuren weisen aber ins 13./14. Jh. zurück. Der Sage nach sollte die Kapelle ursprünglich einst unten im Dorf Windshofen errichtet werden, über Nacht aber hätten Engel das Baumaterial, das auf dem Bauplatz im Tal lagerte, auf den Berg getragen, was als Fingerzeig Gottes gewertet wurde.

Andererseits erklärt sich der abgelegene Standort der Kapelle auch aus folgendem:
der wuchtige Turm der Kapelle diente als Zufluchtsort bei Kriegsgefahr (Wehrturm), sowie als Signalturm zur Übermittlung von Meldungen und Signalen nach Weinberg (Kirchturm) und zur Burg Wahrberg. Die Kapelle war als Filialkirche der Auracher Pfarrei geistiger Mittelpunkt der umliegenden Ortschaften Gindelbach, Westheim, Windshofen, Gimpertshausen, Leukersdorf, Charhof, Charmühle, Steinbach, Bittelhof, Elbleinsmühle und Schutzmühle.

Nach einer Beschreibung von 1651 hatte die Kapelle sowohl einen hochstiftisch eichstättischen als auch einen markgräflich brandenburgisch ansbachischen Heiligenpfleger. Der Kirchweihschutz oblag dem Markgrafen von Brandenburg-Ansbach. Die Kirchweih wurde am Sonntag nach Johannes (21.Juni) gefeiert.

Kurz vor der Reformation (Ende 15./Anfang 16. Jh.) wechselte das Patrozinium von St. Leonhard auf die Schmerzhafte Muttergottes als Hauptpatronin. Darüber hinaus werden 1601 in einem Visitationsbericht des Eichstätter Generalvikars Priefer der Hl. Leonhard, der Hl. Jakobus und der Hl. Sebastian als weitere Kapellenpatrone genannt.
Der Hl. Jakobus, der Hl. Leonhard und die Patrone der nächsten Kirchen Weinberg (St. Aegidius) und Elbersroth (St. Jakobus) deuten auf Einflüße von Jakobuspilgern hin.

Besonders in der Zeit vor und nach dem 30jährigen Krieg erlebte die Wallfahrt zur Kapelle ihren Höhepunkt. Die Wallfahrtstage der umliegenden katholischen Pfarreien waren der St. Markustag bzw. der Ostermontag, der Pfingstmontag, der Sonntag der Kirchweihe nach St. Johannis und der St. Gallustag.

Wie in den erhaltenen Kapellenrechnungen berichtet wird, sammelten sich an diesen Tagen die Pilger und Gläubigen auf der Wiese um die Kapelle, um die Predigt zu hören, da die Kapelle die Masse der Menschen nicht alle aufnehmen konnte.
Der Rückgang der Wallfahrt Ende des 18.Jh. im Zuge der Aufklärung führte dann schließlich zu ihrem Abriss auf Anordnung der königlich bayerischen Regierung im Jahr 1808. Leider sind dabei auch die beiden Glocken von 1390 u. 1400 abhanden gekommen.

1855 anlässlich des Baues der heutigen Windshöfer Kapelle wurden am Standort der alten „Kappel“ zwei Linden gepflanzt, wovon eine dem Sturm Wibke, die andere dem Käfer zum Opfer fiel.

Im Wurzelbereich der Linden stieß man auf Spuren der 1808 abgebrochenen Kapelle. Im Zuge von anschließenden Grabarbeiten konnten die Fundamente des Chorturmes, ein Teil des nördlichen und östlichen Turmmauerwerks, das Fundament des Chorbogens zwischen Kirchenschiff und Chor und ein Teil des Fußbodens (Estrich) freigelegt werden.
Die vorgefundenen Bauspuren deuten auf zwei verschiedene Bauphasen hin. Gefunden wurden Glasfragmente und Tonscherben aus spätmittelalterlicher Zeit (13./14.Jh.) sowie Eisenteile, Beschläge, Putzstücke mit Farbresten von der Ausmalung der Kapelle und Ziegel aus dem 16. und 17. Jh.

Die freigelegten Sandsteinquader wurden vermessen, fotografiert und in einer Zeichnung festgehalten. Zum Schutz gegen die Witterung wurden die Fundamente wieder mit Erde überdeckt. An die Kapelle erinnern jetzt ein Bildstock und zwei neue Linden.

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Am 25.November 1715 wird auf dem Wahrberg der spätere Eichstätter Fürstbischof Johann Anton von Zehmen geboren. Er regierte von 1781 bis 1790. Seine Regierungszeit war durch soziale Fürsorge, Hebung des Wohlstandes, sowie Förderung von Wissenschaft und Bildung gekennzeichnet.

So führte er im ganzen Hochstift Normalschulen (Volksschulen) ein, um den Bildungsstand, vor allen Dingen der ärmeren Bevölkerungsschichten zu heben. Von Zehmen legte mit seiner Festlegung der wissenschaftlichen Ausbildung der damaligen Lehrer an einer zentralen Einrichtung, gewissermaßen den Grundstock für die heutige pädagogische Fakultät an der Uni Eichstätt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde der Schulunterricht in den Dörfern, Städten und Märkten des Hochstifts Eichstätt hauptsächlich von Hirten, Schäfern und abgedankten Soldaten und Invaliden abgehalten, deren schulische Fähigkeiten selbst äußerst dürftig waren.

Nach einem Erlass von Fürstbischof von Zehmen konnte nur Lehrer werden, wer die Eichstätter Lehrerbildungsstätte besucht und selbst lesen, schreiben, rechnen und nach Noten singen und musizieren konnte.
Er errichtete Manufakturen als Maßnahme zur Beschäftigung der vielen Notleidenden, schuf eine Brandversicherung, traf Maßnahmen gegen die Bettelei durch eine Armen-Almosenstiftung. Auf seinem Grabmal im Willibaldschor des Eichstätter Domes, dem einzigen mit einer deutschen Grabinschrift ist u. a. festgehalten:
„Gegen den Müßiggang, das Lasteit ließ er Häuser der Arbeit und Zucht errichten.“ Und weiter heißt es dort: „Oh Gott, lass Deinen Diener bei Deinen Seeligen ruhn, und hast du noch solcher Fürsten mehr, so sende sie uns, wie die Lämmer wollen wir an ihrem Hirtenstabe gehen und alles Heil erflehen.“


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Fürstbischof Johann Anton von Zehmen
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Der Inhalt des Hoheitszeichens ist wie folgt zu begründen:

Der Auerochse „redet“ für den Ortsnamen der Gemeinde, deren Gebiet früher zum überwiegenden Teil unter der Landeshoheit des Hochstifts Eichstätt stand.

Die Farben Rot und Gold (Domkapitel) bzw. Silber und Rot (Hochstift) erinnern an diese historischen Verbindungen.

Schwert und Schlüssel verweisen auf die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Aurach, der Pfeil auf die Pfarrkirche St. Ägidius in Weinberg (jetzt: Sieben Schmerzen Mariä)

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Wappen Aurach
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Im Jahr 1985 übernahm die Gemeinde
die Patenschaft für die Heimatvertriebenen
aus Blumenau im Sudetenland.


Freundschaftliche Verbindungen und Kontakte bestehen zu den folgenden Gemeinden:

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Gemeinde Aurach

Aurach am Hongar im Salzkammergut, (Österreich)

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Aurach in Tirol bei Kitzbühel, (Österreich)

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Dorfhain in Sachsen

Großkarlowitz in Ostmähren - Walachei

Aurach Patengemeinde für Blumenau Sudetenland

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08:00 - 12:00 Uhr
und 15:00 - 18:00 Uhr

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